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Chancengleichheit im Bewerbungsverfahren durch innovative Recruiting-Formate

Chancengleichheit sollte die Grundlage für Personalentscheidungen bilden. Die traurige Wahrheit ist jedoch, dass diskriminierendes Gedankengut auch vor Bewerbungsverfahren keinen halt macht. Innovative Recruiting-Events wie das STELL-MICH-EIN wollen für die Gleichberechtigung von Bewerber*innen sorgen.

People of Color erleben in Bewerbungsverfahren spürbare Vorbehalte. Ähnlich verhält es sich bei Menschen mit Beeinträchtigungen. Oft sind es einzelne, fachlich unwichtige Merkmale, wie der Nachname oder die Hautfarbe, die von Personalabteilungen unverhältnismäßig gewichtet werden. Dass der Status Quo nicht durch Chancengleichheit charakterisiert ist, zeigen einige Studien und Erfahrungsberichte.

 

Allein der transparente Umgang mit dem eigenen Migrationshintergrund kann die Erfolgsaussichten bei der Jobsuche stark vermindern. So hat das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung im Jahr 2018 ein Experiment durchgeführt, in welchem ungefähr 6000 fiktive Bewerbungen verschickt wurden. Für die Absender*innen gaben die Forschenden jeweils unterschiedliche Migrationshintergründe an. Herauskam, dass vor allem Jobsuchende mit afrikanischen oder muslimischen Wurzeln Absagen bzw. gar keine Rückmeldungen bekamen.

 

Speed-Recruiting als Eisbrecher

Das STELL-MICH-EIN ist ein Speed-Recruiting-Format, bei welchem Berufseinsteiger*innen und Young Professionals an einem Abend verschiedene PR-, Werbe- und Kommunikationsagenturen kennenlernen. Jobsuchende können sich in einer der vier Disziplinen Beratung, Design, Text oder Online Marketing bewerben. Es gibt jeweils eigene Termine für ausgewählte Städte, auch wenn die Veranstaltungen momentan digital stattfinden.

 

Die Gespräche zwischen den Bewerber*innen und den Agenturen sind auf eine Dauer von fünf Minuten begrenzt. So ist es den Talenten möglich, mit nur einer Bewerbung eine Vielzahl an potenziellen Arbeitsstellen kennenzulernen. Gleichzeitig sparen die Agenturen Ressourcen bei der Personalarbeit, da sie innerhalb weniger Stunden eine Auswahl der aktuellen Branchentalents präsentiert bekommen.

 

Wer fachlich qualifiziert ist und sich beim STELL-MICH-EIN bewirbt, wird mit Aussicht auf absolute Chancengleichheit auf gewisse Qualitätskriterien hin eingeschätzt. Dadurch, dass das STELL-MICH-EIN als Vermittler und Ausrichter agiert, kann dieser faire Auswahlprozess also garantiert werden. Die Agenturen nennen zwar im Vorfeld Präferenzen und Vakanzen, nehmen damit aber keinen Einfluss darauf, welche Bewerber*innen ihnen schlussendlich präsentiert werden. Beim Speed-Recruiting lernt jede teilnehmende Agentur alle ausgewählten Talente kennen. So hat jede*r Bewerber*in die Chance, sich vorzustellen.

 

Speed-Recruiting: Bringt das was?

Dass dieses Vorgehen im Jahre 2022 hervorgehoben werden muss, zeigt, wie viel Diskriminierung bei der Jobsuche stattfindet. Einige Teilnehmende der STELL-MICH-EIN-Events aus dem Winter 2021 gaben überraschendes Feedback. Mit einem Blick auf ihre Herkunft kam der Hinweis, dass sie anderswo keine Chance bekommen hätten. Das erstaunt insofern, als diese Teilnehmenden anhand bewährter Kriterienchecks für hochqualifiziert befunden wurden.

Diversität wird noch zu wenig von Unternehmen gelebt – auch in der Kommunikationsbranche. Das Potenzial, das einem Unternehmen dadurch verwehrt bleibt, ist immens. Nicht nur deshalb, sondern allen voran aus Wertschätzung wird das STELL-MICH-EIN weiterhin auf Chancengleichheit setzen.

 

Möchtest auch du beim STELL-MICH-EIN dabei sein? Bewirb dich jetzt unter www.stellmichein.de!

 

 

Kommentare (1)

  • Birgit Scheuch
    am 16.03.2022
    Sehr schön anhand von realistischen Beispielen dargestellt. Alles abgedeckt. Top!

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